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aus feinem garn gesponnen

aus reiner lust gewonnen

entsteht ein fein gewob'nes netz

darinnen hat sich mit geduld

 

     

und ohne ein gefühl von schuld

ein spinnentier gesetzt

schelmisch mit acht beinen lockt sie

und dann stille wieder hockt sie

in tausend varianten

geizt nicht mit verführungskunst

flüstert heiser ihre gunst

dem zögernden passanten

und wenn das netz vom schritt erbebt

und erste zuckungen erlebt

erregt sie die berührung

und als sie mit ihm kokettiert

ihn kurzerhand hypnotisiert

verfällt er der verführung

nach einem tödlich heißen kuß

gewinnt das spinnentier zum schluß

das opfer hat's bewiesen:

es ist moral von der geschicht

trau auch der schönsten spinne nicht

denn sonst wirst du verspiesen

 

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