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Semper Idem


Wintersonne bleibt bescheiden
hinter grauer Wolkenwand
Nebelschwaden wollen bleiben
wabern überm grauen Land

der Holunder scheint zu träumen
Weide nickt im Winterwind
während Judasohren säumen
Äste, die an Weiden sind

An dem Stamme mancher Buch'
klammert sich noch Zunderschwamm
doch wer Birkenporling sucht
Findet den am Birkenstamm

Zitterlinge zittern zagend
Samtfußrübling bleibt versteckt
Und der Sammler sieht sich fragend
um, wo wohl der Eispilz steckt

Nicht der kleinste Becherling
lädt den Tau zum bleiben ein
Und kein einz'ger Hexenring
schließt des Wand'rers Wege ein

Bleibt nicht viel in diesen Tagen
Was im Wald an Freuden lauert
Wo im Herbst noch Pilze lagen
Allenfalls noch Schimmel trauert

Jetzt beim Lesen sieht man wieder
Grad so ist des Lebens Lauf
Auf und ab und hoch und nieder
und vom Regen in die Trauf


Frühling, Sommer, Herbst und Winter
Leben flüchtet vor dem Tod
Das Vergangene, ....schau...
dahinter
wartet schon das Morgenrot!