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tragische geschichte


Ein Pilzlein wächst an einem Baum
es ist so klein, man sieht es kaum!

da kommt ein alter Schneck gekrochen
und hat an seinem stiel gerochen,
er schleckt und leckt an diesem kleinen
da fängt das Pilzlein an zu weinen

Ach Schnecklein bitte friss mich nicht
ich schmecke wirklich fürchterlich
bitter, giftig, einfach gräulich
und gar nicht lecker, echt abscheulich!
Ich bin doch auch noch viel zu klein
um schon dem Tod geweiht zu sein.

Ach nur ein bisschen - spricht der Schneck -
danach bin ich schon wieder weg
die Bitterkeit stört mich mitnichten
und ich kann wirklich nicht verzichten;
denn weil ich heut sehr hungrig bin
kroch ich so zügig zu dir hin.
mich schmerzt der Hunger dieser Tage
und du riechst köstlich, keine Frage.

und während Pilzlein heftig zittert
und Schnecklein weiter an ihm wittert

kommt eine Krähe angeflogen
von dem Debakel angezogen!

was ist hier los ihr zwei Banausen
mir scheint in eurem Kopf sind Flausen
so ist es nun mal in den Wäldern
und in den Wiesen, Auen, Feldern!

Ein Pilz labt sich an einer Fichte
damit er diese ganz vernichte,
Insekten wiederum und Schnecken
wollen an den Pilzen lecken
und fressen diese meistens auf
so ist nun mal des Lebens Lauf!

Spricht’s und verschlingt das Schneckentier.

Das Pilzlein steht noch immer hier
und lebt seitdem in Angst und Schrecken,
vor allem vor den bösen Schnecken!

Und die Moral von der Geschicht?
Als Pilz bist du ein armer Wicht,
wirst nur durch deiner Eltern Sporen
an einem festen Ort geboren.
Vorm Fressfeind gibt es kein Entrinnen
es kann nur etwas Zeit gewinnen,
durch so ein schwarzes Federvieh!
Doch sicher ist ein Pilzlein nie!